In den sozialen Netzen hat der Bericht einer Rechtsanwältin eine Debatte ausgelöst: Sie berichtet von einem Polizisten, der unter der Deutschenfeindlichkeit seiner türkischen und arabischen Kollegen leidet. Dumm nur, dass der Mann bei der deutschen Polizei – genauer: in Berlin – arbeitet. Fragt sich: Wie unterwandert ist die Polizei? Kann die autochthone Bevölkerung ihr noch guten Gewissens vertrauen?
Die Berliner Polizei ist stolz auf ihre „Vielfalt“: Berlin war laut „Mediendienst Integration“ zuletzt das Bundesland mit dem höchsten Anteil von neu Eingestellten mit Migrationshintergrund bei der Polizei. In Zahlen: Stolze 37 Prozent hatten „Einwanderungsgeschichte“.
Schattenseiten der Buntheit beleuchtet ein Tweet der Rechtsanwältin Christiane Meusel. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Arbeits- und im Sozialrecht; sie ist laut eigener Angabe spezialisiert auf Mobbingsachverhalte. Am 27. Oktober berichtete sie auf X:
Heute sitzt ein Mandant mit Migrationshintergrund bei mir, der bei der Berliner Polizei beschäftigt ist. Er berichtet, dass er von einer zunehmenden Zahl von Kollegen mit türkischem oder arabischem Hintergrund beschimpft werde.
Unter anderem seien folgende Sätze gefallen:
„Ein Glück gehen wir heute ohne Deutsche schießen.“
„Ein Glück, der Bastarddeutsche ist heute nicht da.“
Aus der Ausbildung für die Schutzpolizei berichtet er von einem weiteren Vorfall. Ein Teilnehmer mit Migrationshintergrund soll gesagt haben:
„Ich werde mich an den Deutschen rächen.“
Das sind die Schilderungen meines Mandanten aus seinem Arbeitsumfeld bei der Berliner Polizei.
Diese Schilderungen gingen viral und sorgten für etliche besorgte Kommentare. Der ehemalige ZDF-Redakteur Thorsten Alsleben beispielsweise schrieb dazu: „Ich weiß nicht, wie Berlin mit rechtsstaatlichen Mitteln zu retten ist, wenn relevante Teile der Polizei, Justiz und Verwaltung unterwandert sind mit Gegnern unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung.“
Die Berliner Polizei und die Clans: Seit Jahren Skandale
Tatsächlich sind Berichte von Unterwanderung aber nicht neu: Gerade die Berliner Polizei sorgte wegen Verstrickungen mit dem Clan-Milieu schon vor Jahren für Negativschlagzeilen. 2017 gingen die warnenden Worte eines LKA-Beamten in einem Brandbrief durch die Medien: Diesem Insider zufolge würden Bewerber aus Clans trotz Strafakte in der Polizei angenommen. Er erhob damals scharfe Vorwürfe gegen die damalige Vize-Polizeipräsidentin Margarete Koppers. Der damalige Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt und die genannte Vize-Präsidentin reagierten verschnupft und wiesen die Vorwürfe zurück. Ein Klassiker: Innensenator Andreas Geisel (SPD) bekannte sich eilig zu Polizisten mit Migrationshintergrund, beteuerte ihre Integrität und beklagte „fremdenfeindliche Ressentiments“.
Der Kritik des LKA-Beamten schloss sich damals aber prompt Michael Knape an. Er war bis Ende 2014 Chef der größten Berliner Polizeidirektion 6 und arbeitete selbst als Ausbilder. Er berichtete gegenüber dem Focus, sich noch an einen Clan-Zwischenfall bei der Polizei im Jahr 2003 zu erinnern. Er mahnte steigende Zahlen von Polizisten mit Migrationshintergrund an, die in Clanstrukturen eingebunden seien, und kritisierte, dass die Ansprüche an das Profil der Auszubildenden in Berlin aufgrund von Nachwuchsproblemen „immer weiter heruntergeschraubt wurden“. Da konnte man offenkundig auch über Straftaten bei Bewerbern hinwegsehen.
Insider: Politik ignoriert das Problem seit Jahrzehnten
Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter hatte sich damals eingeschaltet. Dessen Vize warnte: „Wir haben inzwischen mehrere Hinweise von Kollegen, dass kriminelle Clans ganz gezielt versuchen, deutschlandweit in die Schaltstellen von Justiz, aber auch Wirtschaft, Politik und andere Bereiche der öffentlichen Verwaltung einzudringen.“ Ein Clan-Forscher und Islamwissenschaftler verglich im Focus das Vorgehen arabischer Clans mit dem der italienischen Mafia: Der moderne Clan-Kriminelle müsse sich nicht mehr die Hände schmutzig machen, sondern trage Anzug und Krawatte. Der Forscher kritisierte – übrigens genau wie der BDK-Vize – dass das Problem seit Jahrzehnten bekannt sei: Die Politik habe es aber ignoriert. Der Staat sei daran auch selbst schuld, denn er selbst habe zugelassen, dass die Aufnahmekriterien immer weiter abgesenkt wurden. Polizeianwärter mit Migrationshintergrund müssten nicht einmal mehr gutes Deutsch sprechen: Man habe es Clan-Mitgliedern sehr einfach gemacht.
Schon damals musste man übrigens einräumen: Ohne konkreten Verdacht sei es rechtlich nicht zulässig, Bewerber abzulehnen, weil sie den Namen einer kriminellen Familie tragen. Selbst eine automatische Ablehnung bei begangenen Straftaten sei nach Einschätzung von Verwaltungsgerichten nicht zulässig. Das erinnert an die deutsche Migrationspolitik: Im Zweifelsfall muss jeder reingelassen werden.
2025 griff das ZDF das Thema der Unterwanderung der Polizei durch Clanstrukturen mit einer Doku erneut auf. Abermals wurde von Insidern eine Infiltrierung der Behörden angemahnt: Korrupte Polizisten geben Informationen an Clans weiter, damit diese sich etwa auf Hausdurchsuchungen vorbereiten können, und arabische Familien halten jüngere Mitglieder gezielt aus kriminellen Aktivitäten heraus, damit sie sauber wirken und einer Karriere bei der Polizei nichts im Weg steht. Auch Verbindungen zu Zollbeamten wurden angesprochen. „Wer den Zoll in der Hand hat, kann fast machen, was er will. Das ist das Tor für viele Geschäfte“, so ein Insider gegenüber dem ZDF.
Wie vertrauenswürdig ist die Polizei?
Die Debatte rund um die Unterwanderung der Polizei ist damit erwiesenermaßen nicht aus der Luft gegriffen. Doch für eine Bevorzugung der eigenen Landsmänner und eine Verbrüderung gegen unliebsame Deutsche, wie sie aus dem Bericht von Christiane Meusel hervorgehen, müssen die Betreffenden nicht einmal mit kriminellen Clans verbunden sein. Damit könnte die Unterwanderung angesichts des hohen MiHiGru-Anteils bei der Berliner Polizei mit Pech noch viel weiter fortgeschritten sein, als Recherchen zu Clan-Infiltration es vermuten lassen. Und auch in anderen Bundesländern wird die Polizei bunter.
Für die Bürger bleibt die unangenehme Frage: Können sie sich darauf verlassen, dass die Sicherheitsbehörden in ihrem Sinne arbeiten und für Sicherheit sorgen?
Viraler Bericht einer Anwältin: „An Deutschen rächen“ – Wie unterwandert ist die Polizei?
