3. November 2026

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Spritpreis-Schock: Autofahrern drohen zum Jahreswechsel bis zu 40 Cent mehr pro Liter!

 

Autofahrern droht zum Jahreswechsel ein heftiger Spritpreis-Schock: Während die Bundesregierung über Maßnahmen gegen hohe Spritpreise diskutiert, droht an den Zapfsäulen bereits die nächste Preisexplosion. Der Bundesverband freier Tankstellen warnt vor einem drastischen Anstieg der Benzin- und Dieselpreise um zeitweise bis zu 40 Cent pro Liter. Ein erheblicher Teil der drohenden Mehrkosten geht auf staatliche Abgaben und klimapolitische Vorgaben zurück. Statt Spritpreisen unter 2 Euro rücken somit Preise von 3 Euro pro Liter näher.

Wer auf sein Auto angewiesen ist, muss sich möglicherweise auf noch deutlich höhere Ausgaben einstellen. Carsten Müller, Vorsitzender des Bundesverbands freier Tankstellen (BFT) und Betreiber eines Tankstellennetzes, schlägt Alarm. Zum Jahreswechsel 2026/2027 könnten die Kraftstoffpreise regelrecht nach oben schießen, erklärte er gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Die Gründe dafür lägen keineswegs ausschließlich bei den internationalen Ölmärkten, sondern auch in politischen Entscheidungen.
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Müller erläuterte, wie sich die drohenden Preissteigerungen zusammensetzen: Allein die Rückkehr zum regulären Steuersatz nach Auslaufen des Tankrabatts könnte den Kraftstoff um 17 Cent je Liter verteuern. Hinzu kämen nach Müllers Berechnungen weitere sieben bis zehn Cent aufgrund der erhöhten Treibhausgas-Minderungsquote, die Kraftstoffanbieter verpflichtet, ihre CO2-Emissionen zu senken. Würden die Tankstellen ihre Preise zur Mittagszeit zusätzlich um zehn Cent anheben, summierten sich die Aufschläge. Insgesamt könnte es zu einer Erhöhung von „35 bis 40 Cent pro Liter“ kommen, prognostiziert Müller.

Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einem Spritpreisdeckel. Der Tankstellenverbandschef hält davon allerdings wenig und bezeichnet die Pläne als reinen Populismus. Seiner Ansicht nach ignoriert ein solcher Eingriff die erheblichen regionalen Unterschiede bei den Einkaufspreisen. So müssten Tankstellenbetreiber in Köln für Diesel rund sechs Cent und für Benzin sogar etwa 15 Cent pro Liter mehr bezahlen als ihre Kollegen in günstigeren Regionen. Ein zu niedrig angesetzter Höchstpreis könnte deshalb gravierende Folgen haben: Raffinerien und Importeure könnten ihre Kraftstoffe bevorzugt ins Ausland liefern, wo höhere Gewinne möglich sind. Dadurch drohten ein Rückgang des Angebots, Versorgungsengpässe und am Ende möglicherweise noch höhere Spritpreise.

Auch gegen den Tankrabatt hat der Verbandschef Vorbehalte. Am ersten Tag der Einführung müsse er den Sprit, der noch zum höheren Steuersatz eingekauft wurde, bereits zu reduzierten Preisen verkaufen. Am letzten Tag des Tankrabatts komme es teilweise zu Hamsterkäufen, manche Leute würden den Sprit in Colaflaschen abfüllen. „Wir sind dann leergetankt. Das wird sich zum Jahreswechsel wiederholen – oder sogar schlimmer werden“, so Müller.

Den Vorwurf, Tankstellenbetreiber würden sich an den hohen Kraftstoffpreisen bereichern, weist er zurück. Nach seinen Angaben bleibe den Pächtern lediglich ein Gewinn von rund 1,5 Cent pro verkauftem Liter. Gleichzeitig seien die Kosten für den Transport von Benzin und Diesel erheblich gestiegen. Von einer Abzocke der Autofahrer durch die Tankstellen könne deshalb angeblich keine Rede sein, betont der Verbandschef.

Sehr wohl aber durch die Politik, könnte man hinzufügen. Denn: Ein erheblicher Teil des Spritpreises in Deutschland entfällt auf Steuern und staatlich veranlasste Abgaben. Hauptbestandteile sind die Energiesteuer, die jährlich steigende CO2-Abgabe und die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Während Autofahrer bei jedem Tankstopp tiefer in die Tasche greifen müssen, nimmt der Staat bei höheren Preisen zusätzliches Geld ein.

Gerade für Berufspendler, Familien und Menschen auf dem Land, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, stellt sich deshalb die Frage, warum die Politik über Maßnahmen gegen hohe Spritpreise diskutiert, ohne die erhebliche staatliche Belastung an der Zapfsäule grundsätzlich zu hinterfragen. Das zeigt deutlich, dass an einer Reduzierung der Preise in Wahrheit offenkundig kein Interesse besteht.

 

Spritpreis-Schock: Autofahrern drohen zum Jahreswechsel bis zu 40 Cent mehr pro Liter!