28. Oktober 2026

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NRW: Zu viel Wind? Windrad abgeknickt und auf Feld gekracht

 

Der Sockel steht noch, doch der Rest vom 70 Meter hohen Windrad liegt im Feld daneben: Bei Weeze (Kreis Kleve, Niederrhein) hat es während des Sturmtiefs „Luise“ einen grünen Heilsbringer zerlegt.

Am vergangenen Wochenende kapitulierte auf einem Feld in Weeze-Wemb ein älteres Windrad vor starken Windböen: Der Sockel blieb stehen, doch der obere Teil des Stahlungetüms mit 70 Meter Nabenhöhe donnerte auf das Feld daneben. Der Vorfall ereignete sich zwischen drei und vier Uhr nachts; Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr Weeze nahm am frühen Samstagmorgen die Unfallstelle unter die Lupe.

Die genaue Ursache ist noch ungeklärt. Das 20 Jahre alte Windrad gehörte einem Landwirt, der von einem technischen Defekt ausgeht: „Ich vermute, dass die automatische Pitch-Regelung der Rotorblätter nicht funktioniert hat. Die sorgt bei Sturm dafür, dass die Flügel dem Wind weniger Angriffsfläche bieten“, zitiert ihn der WDR. Dem Landwirt zufolge wurde die Anlage viermal im Jahr gewartet.

Die Beseitigung der Folgen des Unfalls ist eine Mammutaufgabe. Der Stahlturm des Windrads muss zersägt, Getriebe, Gondel und Rotorblätter entsorgt werden. Außerdem muss ein Teil der Erde auf dem Acker abgetragen werden, da sie mit Öl und anderen Schmiermitteln kontaminiert sein könnte. Die schädlichen Fasern aus den Rotorblättern der Windgiganten finden in der Berichterstattung wie so oft keine Erwähnung. Die Umweltschäden durch Windkraft werden von linksgrünen Medien generell ungern beleuchtet.

Zu wenig und lückenhafte Anlagenprüfungen?

Nach Berechnungen des TÜV-Verbands kommt es aktuell zu rund 50 gravierenden Schäden an Windenergieanlagen pro Jahr. Dazu zählen Unfälle wie abknickende Türme, berstende Rotorblätter oder auch Brände nach Blitzschlag. Nach dem Jahr 2004 errichtete Anlagen müssen alle zwei Jahre überprüft werden, wobei Betreiber das bei regelmäßiger Wartung auf vier Jahre verlängern können – ein aus Sicht des Verbands zu langer Zeitraum. Obendrein prangert der TÜV eine Regelungslücke bei Altanlagen an: Wurden sie vor dem Jahr 2004 errichtet, so gilt für sie noch die Richtlinie aus dem Jahr 1993, die keine wiederkehrenden Prüfungen vorsah.

Der Windrad-Bestand in Nordrhein-Westfalen ist schon zu mehr als einem Drittel in die Jahre gekommen: Stand Oktober gab es hier insgesamt 3.973 erfasste Windräder. 1.424 davon (und somit rund 36 Prozent) sind mindestens 20 Jahre alt.

 

NRW: Zu viel Wind? Windrad abgeknickt und auf Feld gekracht