2. November 2026

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Eine erschreckende Studie enthüllt die Wahrheit über das Fliegen – danach möchten Sie vielleicht nie wieder ein Flugzeug besteigen

 

Verfasst von Tyler Durden

Eine beunruhigende neue Studie der European Cockpit Association (ECA) ergab, dass fast jeder vierte europäische Airline-Pilot regelmässig trotz solcher Erschöpfung in die Luft geht, dass er seine Aufgaben nicht sicher erfüllen kann.

76.8% von fast 7’200 Piloten, die in 32 europäischen Ländern befragt wurden, gaben zu, in den vergangenen vier Wochen während des Betriebs eines Flugzeugs mindestens eine unwillkürliche Schlafepisode erlebt zu haben, bekannt als «Mikroschlaf». Zudem räumte fast die Hälfte ein, in den vergangenen drei Monaten mindestens einmal geflogen zu sein, obwohl sie sich wegen zu grosser Müdigkeit arbeitsunfähig hätte melden müssen.

Die Studie ergab ausserdem, dass 24.2% der Piloten regelmässig weiterflogen, statt sich als dienstuntauglich zu melden.

Fast die Hälfte der Befragten gab an, negative Konsequenzen seitens der Airlineleitung zu befürchten, wenn sie Müdigkeit meldeten, während weniger als 12% Vertrauen in das Meldesystem ihres Arbeitgebers für Müdigkeit hatten.

Besonders ausgeprägt ist das Problem in Spanien, wo etwa zwei von fünf Piloten zugaben, regelmässig erschöpft zu fliegen. Auch Piloten, die für in Irland und Frankreich ansässige Airlines arbeiten, berichteten von erhöhten Bedenken wegen Müdigkeit. Die Nachrichten waren jedoch nicht nur schlecht. Piloten britischer Airlines meldeten deutlich weniger Probleme: Nur einer von zehn gab zu, regelmässig erschöpft zu fliegen. Zudem zeichneten sich Finnland und die Niederlande durch wirksamere Ansätze im Umgang mit der Müdigkeit von Piloten aus.

Die ECA-Präsidentin, Capt. Tanja Harter, sagte gegenüber The Guardian , dass Airlines und Aufsichtsbehörden mehr tun müssten, statt die Piloten allein mit den Risiken fertigwerden zu lassen.

Captain Tanja Harter, Präsidentin der European Cockpit Association

«Es kann nicht einfach uns – den Piloten – überlassen werden, damit umzugehen, während wir im Cockpit sitzen und von uns erwartet wird, unsere Passagiere sicher an ihr Ziel zu bringen», sagte Harter.

«Drei weitere Jahre zu warten, um dann festzustellen, dass sich nichts geändert hat, ist schlicht keine Option.» fügte sie hinzu. «Die Probleme sind erkannt, Lösungen sind vorhanden, und wir als europäische Pilotengemeinschaft sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Was jetzt gebraucht wird, ist der politische Wille zu handeln.»