22. Oktober 2026

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Der grüne Höhlenmensch: Bloß kein technologischer Fortschritt!

 

Seitdem die Menschheit von den Bäumen gestiegen und aus den Höhlen gekrochen ist, hat der technologische Fortschritt unser Leben verlängert bzw. unser Überleben überhaupt erst möglich gemacht. Aber immer schon gab es Kritiker. Z’was brauch ma des??

Elon Musk hat seinen neuen Tesla vorgestellt. Das Auto kann nicht nur in unter einer Sekunde von 0 auf 100 beschleunigen, es kann auch kopfüber fahren und sogar fliegen. Die eine Hälfte des Planeten reagierte begeistert (mich eingeschlossen), die Linksgrünen moserten, das Ding sei unnötig, eine Verschwendung von Geld und überhaupt.

Den Vogel schoss der ehemalige deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach ab, der jetzt für Forschung (!), Technologie (!!) und Raumfahrt (!!!) zuständig ist. Er meinte, „die Elektro-Ente ist nützlich und erschwinglich. Das groteske Raketenauto von Elon Musk wird im Verkehr keine Rolle spielen. Wenn es überhaupt die Zulassung bekommt können es sich nur Millionäre leisten. Die deutsche Autoindustrie hat von Tesla nichts mehr zu befürchten.“. Dazu muss man wissen, dass Citroens neue Ente wie ein Spielzeugauto für Donald Ducks Neffen wirkt. Nix mit technologischem Fortschritt und so. Karl Lauterbach präsentiert sich hier als Vorsitzender des Bundestags-Forschungsausschusses als groteske Fehlbesetzung.

Was der gute Karl ebenso wie die linksgrünen Höhlenmenschen übersieht, ist, dass zu Beginn einer Entwicklung, einer Entdeckung, einer neuen Technologie niemand weiß, zu was sie einmal gut sein kann. Machen wir eine kleine Reise durch die Geschichte der Fortschritts-Skeptiker.

So erteilte die Michigan Savings Bank dem Anwalt von Henry Ford (ja, dem Ford), Horace Rackham, im Jahr 1903 folgenden Rat: „Das Pferd wird es immer geben, aber das Automobil ist nur eine Modeerscheinung – ein Spielzeug für Reiche.“ Das ist exakt das, was Karl Lauterbach 120 Jahre später über den Tesla sagt.

Thomas Watson Jr., der Präsident von IBM, schätzte die Größe des Computermarktes im Jahr 1953 auf Fünf. Stück. Nicht Milliarden oder Billionen (Umsatz). Eine leichte Fehleinschätzung.

Microsoft CEO Steve Ballmer befand 2007 „Es gibt keine Chance, dass das iPhone einen signifikanten Marktanteil erreicht. Keine Chance.“ Nun ja.

Lord Kelvin postulierte 1896, Flugmaschinen schwerer als Luft seien unmöglich. „Ich habe nicht das kleinste Molekül Vertrauen in die Luftfahrt, außer mit Ballons, und erwarte keine guten Ergebnisse von den Versuchen, von denen wir hören.“ Gottseidank hielten sich weder Flugpioniere noch Flugmaschinen an Kelvins Postulat.

Der berühmte britische Chirurg Sir Erasmus Wilson prophezeite 1878: „Wenn die Pariser Weltausstellung schließt, wird das elektrische Licht ausgehen und man wird nie wieder davon hören.“ Auch eine leichte Fehleinschätzung.

Sir William Henry Preece, der Chefingenieur der britischen Post, erklärte 1878, warum die Briten keine Telefone brauchen. „Die Amerikaner brauchen das Telefon vielleicht, wir aber nicht. Wir haben genug Laufburschen.“ Wenn Herr Preece noch leben würde, die österreichische Regierung würde ihn sofort als Zukunftsbeauftragten anstellen.

Der irische Wissenschaftler Dionysius Lardner war sich 1830 sicher, schnelle Eisenbahnreisen wären tödlich. „Reisen mit hoher Geschwindigkeit ist nicht möglich, weil die Passagiere keine Luft mehr bekommen und an Erstickung sterben würden.“

Kehren wir am Schluss der Zitate wieder zu Elon Musk und seinen Visionen zurück. Zum Weltall. Lee de Forest, der „Vater der Elektronik“, sagte 1957: „Einen Menschen in eine mehrstufige Rakete zu setzen und ihn in das beherrschende Gravitationsfeld des Mondes zu schießen, wo die Passagiere wissenschaftliche Beobachtungen machen, vielleicht lebend landen und dann zur Erde zurückkehren können – all das ist ein wilder Traum, würdig Jules Vernes. Ich bin kühn genug zu sagen, dass eine solche von Menschen gemachte Mondreise niemals stattfinden wird, ganz gleich, wie die Wissenschaft in Zukunft fortschreitet.“ Zwölf Jahre später erreichten die USA den Mond.

Die Menschen, die diese Prophezeiungen machten, waren Forscher und Wissenschaftler. Sie gehörten zu den klügsten Köpfen ihrer Zeit. Selbst sie konnten sich keine Vorstellung von den Entwicklungen machen, welche die Zukunft bringen würde. Ich wage daher zu behaupten, dass linksgrüne Spinner und intellektuelle Grottenolme wie Karl Lauterbach nicht die blasseste Ahnung von dem haben, zu was etwas gut sein könnte. Menschen wie sie würden immer noch in Höhlen wohnen. Ohne Feuer.

Natürlich ist jede Entwicklung immer mit Risiken behaftet. Das Feuer hat uns ermöglicht, unsere Nahrung besser zu verwerten. Und anschließend das Haus des Nachbarstammes abzufackeln. Aber es war der Fortschritt, der uns bis jetzt das Überleben ermöglicht hat, und der menschliche Entdeckungs- und Erfindergeist ist Teil seines Wesens (außer bei linksgrünen Höhlenmenschen).

Und selbst linksgrüne Höhlenmenschen verwenden eifrig satellitengestütztes Internet und Smartphones, während sie ihr vom Staat finanziertes Dasein mit dem Hass auf böse rächte Innovatoren fristen. Aber in der EU sind wir inzwischen ja, Ursula sei Dank, vor jedem Fortschritt gefeit. Denn Wissenschaft, Forschung und Fortschritt sind unmöglich ohne echte Rede-, Gedanken- und Forschungsfreiheit. Was ja alles in der EU als Teufelswerk gilt, welches bekämpft werden muss. Folgen Sie DerWissenschaft™ und kämpfen Sie gegen rächts! Für UnsereDemokratie™! Die Menschheit entwickelt sich währenddessen anderswo weiter. In den USA, China und Japan. Wir gehen zurück in unsere Höhlen. Aber das wenigstens CO2-frei (na ja, fast).

 

Der grüne Höhlenmensch: Bloß kein technologischer Fortschritt!