26. Oktober 2026

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Über 18 Kilo Gold: der größte Goldschatz Deutschlands

 

Am 9. September 1993 reißt auf einer Baustelle in Trier eine Baggerschaufel einen römischen Bronzetopf auf. Niemand merkt es. Darin liegen über 18 Kilogramm Gold, heute 2518 Münzen im Rheinischen Landesmuseum Trier. Nach Angaben des Museums ist es der größte bisher bekannte Fund römischer Goldmünzen aus der Kaiserzeit. Noch am selben Nachmittag finden Freizeitsucher die ersten Münzen in der abgefahrenen Erde, und am nächsten Morgen steht der Boden des Topfes in einem Plastikeimer auf dem Tisch des Kurators.

Die Münzen selbst erzählen eine Geschichte in zwei Schritten. Um das Jahr 167 wird der Topf verschlossen. Fast dreißig Jahre später legt jemand sechs neue Münzen dazu, aus den Jahren, in denen Septimius Severus und Clodius Albinus um den Kaiserthron kämpften. Danach holt niemand das Gold ab. Diese Folge zeigt, was die Münzen belegen, was das Gold damals wert war, welche Erklärungen der Kurator und das Museum vorgeschlagen haben und wo die Belege enden. Am Ende steht die Nacht im Oktober 2019, in der Männer mit Vorschlaghämmern ins Landesmuseum einstiegen. Befund und Deutung bleiben dabei getrennt.